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Pilgerrose

PROJEKT PILGERROSEN ENTLANG DER JAKOBSWEGE
Wie Norman Sinclair Europas Pilgerwege zum Blühen bringt
Norman Sinclair im Blumenladen

Wenn Norman Sinclair früh am Morgen seinen kleinen Blumenladen im westfälischen Lengerich öffnet, wirkt er wie ein Mann, der die Ruhe liebt. Doch hinter der bescheidenen Fassade
des pensionierten Arztes und Biologen verbirgt sich ein Projekt, das längst über die Grenzen Deutschlands hinausreicht. Sinclair hat sich vorgenommen, die Pilgerwege Europas mit Rosen zu markieren – nicht als touristische Dekoration, sondern als lebendige Symbole des Friedens.


Die Rose, die er dafür ausgewählt hat, trägt einen Namen, den es ohne ihn nicht gäbe: die Pilgerrose. Ursprünglich stammt sie aus Valencia und heißt Castell d’Alaquàs. eine leuchtend rote wildrosenähnliche Blüte.


Rosen

Sinclair verliebte sich in ihre Form, ihre Widerstandskraft und ihre stille Würde. „Diese Rose hat etwas Wanderndes“, sagt er. „Sie gehört auf Wege und nicht in Schaufenster.“ 


Ein Arzt, der weiterheilt – mit Rosen 

Nach seiner Pensionierung suchte Sinclair eine Aufgabe, die Natur, Bewegung und Begegnung verbindet. Er begann zu pilgern – zunächst in Deutschland, später auf dem Camino Francés. Unterwegs kam ihm die Idee, Rosen entlang der Wege zu pflanzen. Eine einfache Geste, die für ihn zu einem Zeichen der Verbundenheit wurde. Seither hat er 7000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Und überall, wo er Rast machte, setzte er einen jungen Rosenstock in die Erde. „Es ist ein kleines Geschenk an die, die nach mir kommen“, sagt er „Ein Gruß an jeden Pilger, Bueno Camino Pelegrino“.


Mann auf einer mittelalterlichen mauer
Auf den Spuren eines mittelalterlichen Mönchs

In letztem Jahr widmet Sinclair seine Arbeit dem Camino Lebaniego, der im Heiligen Lebaniego-Jubiläumsjahr besonders viele Pilger anzieht. Außerdem folgt er einer Route, die der deutsche Mönch Hermann Künig von Vach im 15. Jahrhundert erstmals für Pilger beschrieb – ein früher Reiseführer aus der Zeit des jungen Buchdrucks. Künig empfahl, León zu verlassen, über Santa Marina del Rey westwärts zu ziehen, Astorga südlich zu umgehen und über den Pass von Cerezal de Tremor nach El Bierzo zu gelangen. Eine Route, die den beschwerlichen Anstieg nach Foncebadón vermeidet und die Wasserscheiden von Miño- Sil und Duero elegant verbindet.


Tomás Álvarez, Präsident der Freunde des Camino de Künig, freut sich über Sinclairs Engagement: „Er bringt nicht nur Rosen. Er bringt eine Botschaft – dass Menschen und Länder zusammenwachsen können, Schritt für Schritt“.

Ein wachsendes Netzwerk des Friedens

Sinclairs Projekt hat inzwischen viele Unterstützer gefunden. Gemeinsam mit dem Verein Pilgern für den Frieden aus Hetlingen möchte er nun auch andere Pilgerinnen und Pilger


Logo Netzwerk des Friedens

Sinclairs Projekt hat inzwischen viele Unterstützer gefunden. Gemeinsam mit dem Verein Pilgern für den Frieden aus Hetlingen möchte er nun auch andere Pilgerinnen und Pilger einladen, selbst Teil dieser Bewegung zu werden. Wer die Pilgerrose an besonderen Orten entlang der Jakobswege – oder
an eigenen spirituellen Wegpunkten – pflanzen möchte, kann sich für weitere Informationen direkt hier bei uns oder bei Herrn Dr. Norman Sinclair unter: 0171 5322535 melden.


„Es ist schön zu wissen, dass diese Rose weiterwandert“, sagt Sinclair. „Auch dort, wo ich selbst vielleicht nie hinkomme.“